QM-Dienstleistungen: FMEA, SPC, APQP, MSA u.v.m.

1. Senkung der Qualitätskosten

Qualitätskosten belasten direkt das operative Ergebnis. 

Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um Reklamationen, Nacharbeit oder Ausschuss. Qualitätskosten verstecken sich zudem oft an mehreren Stellen gleichzeitig: 

  • in (ungeplanten) Sonderprüfungen
  • in Sortierkosten und Produktionsstillständen
  • in stillen Pufferbeständen, die Unsicherheit kompensieren sollen
  • in Nachlieferungen, Mängelbeseitigung und Fehleranalysen durch ganze Teams

Oft fehlt in Unternehmen eine systematische Erfassung dieser Kosten — sie tauchen verteilt in verschiedenen Kostenstellen auf und werden nie als Ganzes betrachtet. 

Ich helfe dabei, Qualitätskosten transparent zu machen, Hauptverursacher zu identifizieren und priorisierte Maßnahmen abzuleiten, die wirklich etwas bewegen.
Typische Einsatzfelder:

  • Unklare oder verstreute Qualitätskosten ohne Gesamtüberblick
  • Hohe Ausschuss- oder Nacharbeitsquoten 
  • Steigende Reklamationskosten
  • Notwendigkeit einer belastbaren Argumentationsgrundlage für Investitionsentscheidungen

2. Einführung sinnvoller und relevanter Kennzahlen

Wenn Kennzahlen entweder komplett fehlen oder so zahlreich vorhanden sind, dass sie niemand mehr für Entscheidungen nutzt:

Viele KMU sammeln bereits Daten — in ERP-Systemen, Maschinenprotokollen, Prüfberichten. Die Zusammenfassung zu wenigen, aussagekräftigen Kennzahlen fehlt häufig. Ich entwickle gemeinsam mit Ihnen ein schlankes Kennzahlensystem, das zur Unternehmensgröße passt: wenige, aber aussagekräftige KPIs statt aufwendiger Dashboards, die niemand pflegt.
Typische Einsatzfelder:

  • Fehlende oder veraltete Qualitätskennzahlen
  • Zu viele Kennzahlen ohne erkennbaren Nutzen im Alltag
  • Entscheidungen basieren auf Bauchgefühl statt auf Daten
  • Vorbereitung auf Kunden- oder Zertifizierungsaudits, die belastbare KPIs verlangen 

3. Messsystemanalyse (MSA)

Wenn Zweifel bestehen, ob Ihre Mess- und Prüfsysteme überhaupt zuverlässige Ergebnisse liefern:
Eine Messsystemanalyse beantwortet eine grundlegende, aber oft übersehene Frage: Können Sie sich auf Ihre Messwerte verlassen? Streuung, Wiederholbarkeit und Vergleichbarkeit von Prüfmitteln entscheiden darüber, ob nachgelagerte Entscheidungen — etwa über Freigaben oder Prozessfähigkeit — überhaupt belastbar sind. Ich führe mit Ihnen MSA-Studien nach gängigen Standards durch und zeige auf, wo Mess- oder Prüfsysteme nachgebessert werden müssen (MSA nach Verfahren 1 und 2).
Typische Einsatzfelder:

  • Fehlerhafte Produkte obwohl Messergebnis laut Bericht "in Ordnung" ist
  • Unklare oder noch nie geprüfte Messsystemfähigkeit
  • Hohe Streuung zwischen verschiedenen Prüfern oder Prüfmitteln
  • Kundenforderung nach dokumentierter MSA-Studie
  • Vorbereitung auf Audits nach IATF 16949 oder vergleichbaren Normen
     

4. Risikoanalyse und FMEA

Wenn Produkt- oder Prozessrisiken bislang eher intuitiv als systematisch bewertet werden:
Die FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) ist eines der wirksamsten Werkzeuge, um Risiken frühzeitig sichtbar zu machen — wird aber oft als bürokratische Pflichtübung empfunden, weil sie ohne klare Methodik und Praxisbezug schnell ausufert. Ich moderiere FMEA-Workshops praxisnah und fokussiert, mit dem aktuellen AIAG & VDA-Vorgehen (Action Priority statt klassischer Risikoprioritätszahl), und sorge dafür, dass am Ende konkrete, umsetzbare Maßnahmen stehen statt einer abgehefteten Tabelle.

Typische Einsatzfelder:

  • Neue Produkte oder Prozesse ohne dokumentierte Risikobewertung
  • FMEA-Dokumente, die seit Jahren nicht aktualisiert wurden
  • Kundenforderung nach FMEA gemäß aktuellem AIAG & VDA-Standard
  • Wiederkehrende Fehler, die im Vorfeld hätten erkannt werden können 

5. Statistische Prozesssteuerung (SPC)

Wenn Prozesse zwar laufen, aber niemand genau weiß, ob oder wie stabil sie tatsächlich sind:
SPC macht Prozessschwankungen sichtbar, bevor sie zu Ausschuss oder Reklamationen führen. Richtig eingeführt, ersetzt sie Bauchgefühl durch belastbare Daten und schafft Frühwarnsignale. Ich unterstütze bei der Auswahl geeigneter Merkmale, dem Aufbau von Regelkarten und der Schulung der Mitarbeitenden, damit SPC im Alltag gelebt werden kann.
Typische Einsatzfelder

  • Schwankende Prozessergebnisse ohne erkennbares Muster
  • Wunsch nach frühzeitiger Erkennung von Prozessabweichungen
  • Regelkarten, die geführt, aber nicht ausgewertet werden
  • Kundenforderung nach dokumentierter Prozessüberwachung

6. Fertigungslenkung (Control Plan / Produktionslenkungsplan)

Ein guter Produktionslenkungsplan verbindet Risikoanalyse, Prüfplanung und Prozesssteuerung zu einem stimmigen Gesamtbild. Ich helfe Ihnen effektive Produktionslenkungspläne zu erstellen — abgestimmt auf tatsächliche Risiken statt auf historisch gewachsene Gewohnheiten, und so dokumentiert, dass sie jeder versteht.
Typische Einsatzfelder:

  • Diskrepanz zwischen Risikoanalyse und tatsächlicher Prüfpraxis
  • Unklarheit oder häufige Diskussionen über benötigte Prüfungen und fehlende Dokumentation
  • Unklare oder widersprüchliche Prüfumfänge in der Fertigung

7. Qualitätsvorausplanung und APQP

Wenn neue Projekte oder Produktanläufe regelmäßig in Hektik enden, weil Qualitätsthemen erst spät berücksichtigt werden:
APQP (Advanced Product Quality Planning) sorgt dafür, dass Qualität von Beginn an mitgeplant wird, statt am Ende des Projekts nachgebessert zu werden. Ich begleite Produktentwicklungen und Produktionsanläufe entlang der klassischen APQP-Phasen — von der Konzeption, über Entwicklung, Prototypen und Vorserien bis zur Serienfreigabe. Der Fokus liegt darauf, dass auch kleinere Teams diesen Prozess praktikabel umsetzen können, ohne in Bürokratie zu versinken.
Typische Einsatzfelder:

  • Probleme beim Produktionsanlauf
  • Validierungsprüfungen, die wiederholt oder verschoben werden müssen, da sie nicht bestanden werden oder Bauteile nicht die nötige Qualität aufweisen
  • Fehlende oder unvollständige Qualitätsziele bei neuen Projekten
  • Hoher Abstimmungsaufwand zwischen Entwicklung, Einkauf und Fertigung

8. Ursachenanalyse und Fehlerbehebung (DMAIC / Six Sigma)

Wenn Probleme zwar bearbeitet, aber nicht wirklich gelöst werden und nach einiger Zeit wiederkehren:
Echte Ursachenanalyse braucht Struktur. Mit dem DMAIC-Zyklus (Define, Measure, Analyze, Improve, Control) oder gezielten Six-Sigma-Werkzeugen führe ich Probleme von der ersten Eingrenzung bis zur nachgewiesenen, nachhaltigen Lösung. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage: Haben wir die wirkliche Ursache gefunden, oder nur ein Symptom behandelt?
Typische Einsatzfelder:

  • Wiederkehrende Probleme trotz mehrfacher Abstellmaßnahmen
  • Komplexe Fehlerbilder mit mehreren möglichen Ursachen
  • Fehlende Methodik für strukturierte Problemlösung im Team
  • Notwendigkeit eines belastbaren Wirksamkeitsnachweises gegenüber Kunden oder Stakeholdern
  • Verbesserungsprojekte, die mit hoher Motivation starten, dann aber im Sande verlaufen

9. Dokumentenlenkung (Versionierung, Ablage, Gültigkeit ISO 9001)

Wenn niemand mit Sicherheit sagen kann, welche Dokumentenversion gerade gültig ist, oder jedes mal lange gesucht werden muss:
Eine saubere Dokumentenlenkung ist eine Grundanforderung der ISO 9001 — und gleichzeitig eine der am häufigsten unterschätzten Schwachstellen in der Praxis. Ich helfe Ihnen dabei, bestehende Ablage- und Versionierungssysteme zu überprüfen, decke Lücken auf und baue praktikable Strukturen auf, die auch ohne dediziertes QM-System im Alltag funktionieren.
Typische Einsatzfelder:

  • Unklare Versionsstände bei Nachweisen, Vorgaben oder Arbeitsanweisungen
  • Veraltete Dokumente noch im Umlauf, oder Kommunikation über E-Mail
  • Vorbereitung auf ISO 9001-Audits
  • Fehlende Verantwortlichkeiten für Dokumentenfreigabe und -pflege

10. Beratung und Coaching

Nicht jede Herausforderung braucht ein großes Projekt — manchmal reicht ein erfahrener Sparringspartner, der Methodik vermittelt und das Team begleitet. Ich biete punktuelle Beratung und Coaching für Fach- und Führungskräfte an, die QM-Themen künftig eigenständig souverän bearbeiten möchten.
Typische Einsatzfelder:

  • Aufbau von internem Methoden-Know-how (FMEA, SPC, Ursachenanalyse u. a.)
  • Begleitung neuer QM-Verantwortlicher in den ersten Monaten
  • Vorbereitung auf konkrete Audits oder Kundenanforderungen
  • Sparring bei schwierigen Einzelentscheidungen im Qualitätsalltag

11. Datenanalyse

Wenn Daten in großen Mengen vorhanden sind, aber niemand die Zeit oder Methodik hat, sie systematisch auszuwerten:
Ob Prüfprotokolle, Reklamationsdaten oder Maschinenprotokolle: Ich werte vorhandene Daten strukturiert aus und übersetze sie in verständliche, handlungsleitende Aussagen. Im Mittelpunkt steht nicht die Komplexität der Analyse, sondern die Klarheit der daraus folgenden Entscheidung.
Typische Einsatzfelder:

  • Große Datenmengen ohne systematische Auswertung
  • Unklare Zusammenhänge zwischen mehreren Einflussfaktoren
  • Vorbereitung von Entscheidungsvorlagen für die Geschäftsführung
  • Identifikation der wirksamsten Hebel unter mehreren möglichen Maßnahmen

12. Prozessfähigkeitsanalyse (Cpk)

Wenn unklar ist, wie stabil und sicher der Prozess ist:
Die Prozessfähigkeitsanalyse (Cp/Cpk) liefert eine belastbare Aussage darüber, ob ein Prozess seine Anforderungen dauerhaft und sicher erfüllen kann — nicht nur stichprobenartig im Einzelfall. Ich führe Fähigkeitsuntersuchungen durch, interpretiere die Ergebnisse verständlich und leite bei Bedarf konkrete Verbesserungsmaßnahmen ab.
Typische Einsatzfelder:

  • Unsicherheit über tatsächliche Prozessstabilität
  • Grenzwertige oder schwankende Prüfergebnisse
  • Vorbereitung auf Erstmusterprüfungen oder Serienfreigaben
  • Kundenforderung nach dokumentierten Cpk-Werten

13. Prüf- und Validierungskonzepte

Ein gutes Prüfkonzept balanciert Risiko und Aufwand: zu wenig Prüfung gefährdet die Qualität, zu viel bindet unnötig Ressourcen. Gemeinsam entwickeln wir risikobasierte Prüf- und Validierungskonzepte, die nachvollziehbar begründet sind und sich an der tatsächlichen Risikobewertung orientieren statt an pauschalen Vorgaben oder Gefühlen.
Typische Einsatzfelder:

  • Validierung von Prototypen, Baugruppen und Komponenten in der Entwicklungsphase
  • Verdacht auf Über- oder Unterprüfung bestimmter Merkmale
  • Einführung neuer Produkte ohne bestehendes Prüfkonzept

14. Lieferantenentwicklung

Wenn die Qualität einzelner Lieferanten zur wiederkehrenden Belastung für Ihr eigenes Tagesgeschäft wird:
Schwierige Lieferanten kosten oft mehr interne Kapazität, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Ich unterstütze bei der strukturierten Ursachenklärung gemeinsam mit dem Lieferanten, begleite Abstellmaßnahmen und sorge für einen nachvollziehbaren Wirksamkeitsnachweis — mit dem Ziel, die Lieferantenbeziehung wieder verlässlich zu machen. Speziell auf Ihre Vorstellung zugeschnitten.
Typische Einsatzfelder:

  • Wiederkehrende Qualitätsprobleme bei einzelnen Lieferanten
  • Hoher interner Aufwand durch Nacharbeit an Zukaufteilen
  • Notwendigkeit eines strukturierten Lieferantenaudits

15. Interimsmanagement

Wenn eine Qualitäts- oder Projektleitungsfunktion kurzfristig nicht besetzt werden kann oder eine kritische Phase überbrückt werden muss:
Personelle Engpässe im Qualitätsmanagement entstehen oft genau dann, wenn die Belastung am höchsten ist. Ich übernehme operative Führungs- oder Steuerungsaufgaben im Qualitäts- oder Projektmanagement auf Zeit — mit dem Ziel, kritische Themen zu stabilisieren, interne Ressourcen zu entlasten und eine saubere Übergabe sicherzustellen.
Typische Einsatzfelder:

  • Vakanz in der Qualitäts- oder Projektleitung
  • Kritische Projekte oder Serienanläufe ohne ausreichende Steuerung
  • Hohe Belastung des bestehenden Teams durch Tagesgeschäft
  • Zeitlich begrenzter Bedarf an erfahrener Führung ohne Festanstellung
  • Task-Forces

16. Vorrichtungsbau (im Aufbau)

Dieses Leistungsfeld befindet sich aktuell im Aufbau.
Ich erweitere mein Angebot um die Konzeption und Begleitung von Vorrichtungslösungen für Prüf- und Fertigungsprozesse. Sprechen Sie mich gerne direkt an, wenn Sie bereits jetzt einen konkreten Bedarf haben.
Typische Einsatzfelder:    

  • Bedarf an funktionalen Prüf- oder Montagevorrichtungen
  • Erste Konzeptideen, die fachlich gespiegelt werden sollen
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